Öffentliche Gebäude: Viel Potenzial – wenig digitale Struktur
Öffentliche Gebäude sind nur selten „smart“.
Gleichzeitig gehören sie zu den Liegenschaften mit dem größten ungenutzten Effizienzpotenzial.
In mehreren Projekten rund um kommunale Gebäude zeigt sich immer wieder ein ähnliches Bild:
Technik ist vorhanden, funktioniert grundsätzlich – wird aber kaum datenbasiert, flexibel oder übergreifend betrieben.
Typische Ausgangssituation in kommunalen Liegenschaften
Gerade in Schulen, Verwaltungsgebäuden oder Mehrzweckhallen begegnen uns häufig dieselben Herausforderungen:
- Hohe Grundlasten
Anlagen laufen unabhängig von tatsächlicher Nutzung – oft rund um die Uhr.
- Geringe Transparenz über Betriebszustände
Verbräuche, Laufzeiten und Störungen sind nur eingeschränkt oder gar nicht sichtbar.
- Starre Betriebszeiten
Einmal definierte Zeitprogramme werden selten hinterfragt oder angepasst.
Diese Faktoren führen zu unnötigem Energieverbrauch, erhöhtem Wartungsaufwand und fehlender Steuerbarkeit.
Warum gerade öffentliche Gebäude enormes Potenzial bieten
Die Hebel für Verbesserungen sind hier besonders groß, weil Nutzung, Flächen und Betriebszeiten stark variieren.
Entscheidend sind dabei vor allem:
- Bedarfsgerechte Regelung
Heizung, Lüftung und Beleuchtung reagieren auf reale Nutzung statt auf fixe Zeitpläne.
- Digitale Betriebsführung
Betriebszustände, Störungen und Kennzahlen werden zentral erfasst und ausgewertet.
- Zentrale Visualisierung
Gebäude, Anlagenteile und Verbräuche sind auf einen Blick vergleichbar – auch über mehrere Liegenschaften hinweg.
Schon mit überschaubarem Aufwand lassen sich dadurch deutliche Einsparungen erzielen.
Energiewende beginnt im Bestand
Die Energiewende entscheidet sich nicht im Einfamilienhaus.
Sie entscheidet sich dort, wo große Flächen, lange Betriebszeiten und viele Nutzer zusammenkommen.
Schulen, Verwaltungen und andere öffentliche Gebäude bieten genau diese Voraussetzungen –
vorausgesetzt, Technik wird als System und nicht als Sammlung einzelner Lösungen verstanden.
Fazit
Öffentliche Gebäude brauchen keine „Smart-Building-Showcases“.
Sie brauchen strukturierte, transparente und skalierbare Lösungen, die im Alltag funktionieren.
Gerade hier lassen sich mit klaren Konzepten messbare Effekte erzielen – technisch, wirtschaftlich und organisatorisch.
👉 Wo seht ihr aktuell die größten Hürden im öffentlichen Sektor?


