Gebäudeautomation scheitert nicht an Technik. Sondern an Angst vor Verantwortung.
In vielen Gebäuden läuft die Technik.
Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Regelkreise, Zeitprogramme.
Alles funktioniert – zumindest auf den ersten Blick.
Und trotzdem will sie niemand anfassen.
Typische Aussagen aus dem Alltag
Die Begründungen klingen fast überall gleich:
- ❌ „Da dürfen wir nichts verstellen.“
- ❌ „Das hat der Errichter so parametriert.“
- ❌ „Das lief schon immer so.“
Diese Aussagen sind selten böser Wille.
Sie sind Ausdruck von Unsicherheit – und fehlender Zuständigkeit.
Die Folgen im Betrieb
Wenn niemand Verantwortung übernimmt, entstehen zwangsläufig:
- ineffiziente Betriebszeiten
- falsche oder veraltete Sollwerte
- unnötige Energie- und Betriebskosten
Die Gebäudeautomation wird zur sakralen Blackbox erklärt –
unantastbar, aber auch ungenutzt.
Warum das kein technisches Problem ist
Technisch ist in vielen Anlagen mehr möglich,
als im Betrieb tatsächlich genutzt wird.
Das eigentliche Problem ist nicht die Regelung.
Es ist die Angst, etwas zu verändern –
und dafür verantwortlich zu sein.
Dabei ist klar:
- 👉 Eine Regelung, die man nicht verändern darf, ist keine Lösung.
- 👉 Ein System ohne Verantwortliche ist kein System.
Automatisierung braucht Entscheidungskompetenz
Gebäudeautomation kann nur dann wirken,
wenn sie aktiv genutzt und weiterentwickelt wird.
Dafür braucht es:
- klare Zuständigkeiten
- definierte Eingriffsrechte
- nachvollziehbare Regeln
- und den Mut, Entscheidungen zu treffen
Automatisierung ohne Entscheidungskompetenz ist Stillstand.
Die entscheidende Frage im Betrieb
👉 Wer darf bei euch wirklich an der Gebäudeautomation drehen –
und wer trägt dann auch die Verantwortung?
Solange diese Frage unbeantwortet bleibt,
bleibt Gebäudeautomation ein passives System
statt ein aktives Werkzeug für den Betrieb.


