Belegungsbasierte Raumsteuerung: Wenn Outlook und Gebäudeautomation zusammenarbeiten
Mehrere Partnerunternehmen haben uns in den letzten Wochen auf dieselbe Fragestellung angesprochen:
Wie lassen sich Meetingräume oder Büros automatisch anhand der Outlook-Belegung steuern?
Die Anforderungen sind dabei meist sehr konkret: Komfortbetrieb, wenn ein Raum gebucht ist. Energiesparbetrieb, wenn keine Belegung vorliegt. Ergänzend eine Anzeige am Zutritts- oder Raumschildsystem, die den Status klar visualisiert. Technisch klingt das naheliegend – in der Praxis fehlt jedoch oft eine saubere, standardisierte Umsetzung.
Warum das Thema an Bedeutung gewinnt
In modernen Arbeitswelten zeigt sich immer häufiger ein Widerspruch: Räume stehen leer, während Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung weiterhin im Komfortmodus laufen. Das verursacht unnötigen Energieverbrauch und vermeidbare Kosten – insbesondere in Bürogebäuden mit hoher Fluktuation und flexiblen Arbeitsmodellen.
Gleichzeitig nutzen viele Unternehmen bereits Microsoft 365 als zentrale Plattform für Organisation und Terminplanung. Die relevanten Informationen zur Raumnutzung sind also vorhanden – sie werden nur nicht konsequent in die Gebäudetechnik eingebunden.
Vom Kalender zur aktiven Regelgröße
Unser Ansatz setzt genau an dieser Schnittstelle an. Ziel ist es, die reale Nutzung eines Raums zur führenden Größe für die Gebäudeautomation zu machen – nicht feste Zeitprogramme oder pauschale Annahmen.
Kernbausteine dabei sind:
- Eine standardisierte Anbindung an Microsoft 365 bzw. Outlook
- Ein klares Logikmodell für Raumzustände, z. B. frei, belegt, Vorbereitung oder Nachlauf
- Eine flexible Integration in bestehende Automations- und MSR-Systeme
So lassen sich Betriebsarten automatisch und bedarfsgerecht umschalten, Anzeigen am Zutrittssystem steuern oder auch Folgeprozesse auslösen – etwa Vorheizen vor Meetings oder automatisches Abschalten nach der Nutzung.
Dynamische Gebäude statt statischer Zeitprogramme
Der eigentliche Mehrwert liegt darin, dass sich die Gebäudetechnik am tatsächlichen Nutzungsverhalten orientiert. Räume reagieren dynamisch auf Belegung, nicht auf Annahmen. Das erhöht den Komfort für Nutzer, senkt den Energieverbrauch und schafft Transparenz für Betreiber.
Belegungsbasierte Regelungen sind damit ein wichtiger Schritt weg von starren Zeitplänen hin zu wirklich intelligenten Gebäuden.
👉 Setzt ihr bereits belegungsbasierte Raumsteuerungen ein?
Wir arbeiten aktuell an mehreren Projekten in diesem Umfeld und freuen uns auf den fachlichen Austausch – von der Konzeption bis zur Integration in den laufenden Betrieb.


